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Klima und Klimastabilität in historischen Bauwerken

Nach Fertigstellung des Merkblatts 6-12-11/D „Klima und Klimastabilität in historischen Bauwerken I: Einführung“ wurde innerhalb der Arbeitsgruppe beschlossen, in parallelen Gruppen das breite Themenfeld zur Klimastabilität in historischen Räumen in Form einer Spezialisierung und Vertiefung des erschienenen Einführungsmerkblatts weiter zu bearbeiten. In einer zweiten Bearbeitungsrunde sollen die Themen der für eine präventive Konservierung erforderlichen Sollwerte für das Raumklima, die Fragen zur Technologie des Monitorings selbst wie auch der Bewertung der gemessenen Daten und parallel erfassten Beobachtungen sowie die technischen Möglichkeiten zur Stabilisierung der Raumluftverhältnisse in historischen Räumen aufgegriffen werden.

So beschäftigt sich eine erste Gruppe seither mit der „Präventiven Konservierung von architekturgebundener Glasmalerei“. Diese Gruppe, in der Vertreter aus den Restaurierungswissenschaften, der Denkmalpflege, der Natur- und Materialwissenschaften wie auch der Ingenieure zu bauphysikalischen und messtechnischen Themen mitwirken, steht kurz vor der Fertigstellung eines ersten Merkblattentwurfes.

Die weiteren Themenfelder, denen sich die Arbeitsgruppe in den kommenden Jahren intensiv widmen möchte, sind:

  • Einstellwerte / Sollwerte für das Raumklima in historischen Räumen abhängig von Materialität und Raumnutzung
  • Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnische Systeme in historischen Räumen
  • Monitoring des Raumklimas in historischen Räumen – Messaufgaben, Messtechnische Systeme, Aufzeichnung und Aufbereitung von Messdaten und deren Bewertung

Da in der Denkmalpflege, Restaurierung, Materialwissenschaft, Bauphysik, Klimatechnik und Elektrotechnik Begrifflichkeiten unterschiedlich genutzt und verwendet werden, wurde bereits vor der Fertigstellung des Merkblattes 6-11 begonnen, alle im Merkblatt verwendeten Begriffe in einer von allen beteiligten Gruppen gemeinsam getragenen Form zu definieren. Diese Liste an Begriffsdefinitionen soll daher parallel der fachlich-inhaltlichen Arbeit in den Gruppen fortentwickelt werden, um allen neu entstehenden Merkblättern eine einheitliche Begriffsbasis zu geben.