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Referat 4 - Mauerwerk / Bauwerksabdichtung

Neue Arbeitsgruppe "Ermittlung der Druckfestigkeit von Bestandsmauern aus künstli-chen kleinformatigen Steinen"

Der Güte von Bestandsmauerwerk aus kleinformatigen Ziegeln kommt aus sta-tischen Gründen aufgrund der Modernisie-rung vieler Objekte sowie der Verdichtung des öffentlichen Raums eine immer größere Bedeutung zu. Ein wesentlicher Parameter der statischen Untersuchung ist dabei die charakteristische Mauer-werksfestigkeit bzw. zulässige Mauer-werksspannung, welche durch die Druck-festigkeit des Mauerwerks bestimmt wird. Es existiert eine Reihe von Möglichkeiten, um die Druckfestigkeit von Bestands-mauerwerk bzw. seiner Komponenten zu bestimmen. Ein großer Teil dieser Prüfme-thoden ist nicht genormt oder lehnt sich lediglich an bestehende Normen im Neubau-bereich an. Da es in Deutschland bislang keine grundlegende Normung bzw. anderweitige Empfehlungen zur Vorgehensweise bei der Druckfestigkeitsprüfung von Bestandsmauer-werk gibt, soll ein WTA-Merkblatt erarbeitet werden, dass die bekannten und z.T. regional unterschiedlichen Verfahren beschreibt, auf Vor- und Nachteile sowie Randbedingungen hinweist und Empfehlungen für die Durchführung der Probenahme, den Probenumfang, die Ausführung der Prüfung sowie die Auswertung der Ergebnisse gibt.

 

Weitere Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppe 4.3 „Erhaltung von Mauerwerk – Konstruktion und Tragfähigkeit“

Die Arbeitsgruppe 4.3  „Erhaltung von Mauerwerk – Konstruktion und Tragfähigkeit“ unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Heinrich Wigger und Dr.-Ing. Heiko Twelmeier befasst sich mit der Überarbeitung des bestehenden WTA-Merkblattes 4-3-98/D „Instandsetzen von Mauerwerk – Standsicherheit/ Tragfähigkeit“ und Abgleich mit flankierenden Regelwerken wie z.B. der DIN 18 195 inkl. der Erstellung von Ausfüh-rungschecklisten zur Qualitätssicherung.

 

Ziel der Arbeitsgruppe
Da es keine nationalen technischen Regelwerke gibt, die sich mit der Erhaltung von Mauerwerk auseinandersetzen, sind Bauherren, Fachplaner, Ausführende und Sachverständige häufig bei der Planung bzw. Ausführung verunsichert. Ziel des Merkblatts ist es daher den Entscheidungsträgern aus dem Bereich der Bauwerks-erhaltung eine Hilfestellung für die Ermittlung des Ist-Zustands bestehenden Mauerwerks hinsichtlich

  • der Bewertung des Ist-Zustands bestehenden Mauerwerks, unter Zuhilfenahme von Tragmodellen
  • der Entwicklung von Erhaltungskonzepten
  • der Ausführungsplanung unter Anwendung moderner Berechnungsverfahren

zu geben. Die Bewertung des Ist-Zustandes ist die Grundlage für Aussagen zur Dauerhaftigkeit, Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit des betrachteten Mauerwerks.
Das Merkblatt „Erhaltung von Mauerwerk – Konstruktion und Tragfähigkeit“ wird Ende  2017 als „Gelbdruck“ erscheinen.

Arbeitsgruppe 4.5 „Mauerwerksdiagnostik“

Die Arbeitsgruppe 4.5  „Mauerwerksdiagnostik“ unter der Leitung von Dipl.-Ing. Rüdiger Burkhardt befasst sich mit der Überarbeitung des bestehenden WTA-Merkblattes 4-5-99/D „Beurteilung von Mauerwerk - Mauerwerksdiagnostik".


Ziel der Arbeitsgruppe

Das aktualisierte Merkblatt soll den Sachverhalt „Mauerwerksdiagnostik“ als aner-kannte Regel der Technik beschreiben. Besonders berücksichtigt werden die Erfah-rungen bei der Anwendung des bisher vorliegenden WTA-Merkblattes 4-5-99/D und Erfahrungen im Umgang mit neuen Untersuchungsmethoden.
Im Zusammenhang mit der Aktualisierung wurde 2014 eine Veröffentlichung Instandsetzungsumfang und Schadsalzbelastung als Stellungnahme der WTA e.V. verfasst und in der Bausubstanz 4/2014 veröffentlicht (Federführung Herr Dr. Lothar Goretzki).
Das überarbeitete Merkblatt soll 2018 als „Gelbdruck“ erscheinen.

Arbeitsgruppe 4.6 „Nachträgliches Abdichten erdberührter Bauteile“

Die Arbeitsgruppe 4.6 „Nachträgliches Abdichten erdberührter Bauteile“ unter der Leitung von Dipl.-Ing. Stephan Keppeler hat die Arbeit wieder aufgenommen, um die 2. Überarbeitung des WTA-Merkblatt "Nachträgliches Abdichten erdberührter Bauteile", die im Januar 2014 erschienen ist, an neue Normen anzupassen.


Das Merkblatt beschreibt die Möglichkeiten von nachträglichen Abdichtungen und deren Detaillösungen in der Bauwerksinstandsetzung und Denkmalpflege. Ausge-hend von der jeweiligen Wasserbeanspruchung und der Nutzung werden unter-schiedliche Abdichtungskonzepte aufgezeigt. Es wendet sich damit an Planer, Sach-verständige und Ausführende. Ausgehend von den baukonstruktiven Gegebenheiten werden Varianten beschrieben, die nachträgliche, praxisbewährte Abdichtungen dar-stellen, um dadurch eine optimale Nutzung zu ermöglichen und die geschädigte Bausubstanz zu erhalten.

Arbeitsgruppe 4.7 „Nachträgliche mechanische Horizontalsperre“

Die Arbeitsgruppe 4.7 „Nachträgliche mechanische Horizontalsperre“ unter der Leitung von Dr.-Ing. Detlef Honsinger ruht zurzeit.
Status und Inhalt des Merkblatts
Die erste Überarbeitung des WTA-Merkblattes 4-7 wurde im Jahr 2015 im „Blau-druck“ veröffentlicht.
Es befasst sich mit nachträglichen mechanischen Horizontalsperren gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit. Die Anwendung setzt Voruntersuchungen zur Klärung der individuellen Bauwerksbedingungen, wie zum Beispiel die Erarbeitung einer fundier-ten Feuchteanalyse und die Mitarbeit eines erfahrenen Planungsingenieurs für den speziellen Fall voraus. Es werden Verfahren, Werkstoffe und Randbedingungen für den Einsatz der nachträglichen mechanischen Horizontalsperre präzisiert.

Arbeitsgruppe 4.9 „Instandsetzen von Gebäude- und Bauteilsockeln“

Die Arbeitsgruppe 4.9 „Instandsetzen von Gebäude- und Bauteilsockeln“ unter der Leitung von Rainer Spirgatis tagte 18-mal im Zeitraum 2010–2014 und hat das Merkblatt inhaltlich fertiggestellt.

Es wendet sich an Planer, Ausführende und überwachende Stellen und befasst sich in Text und Zeichnungen mit der „Instandsetzung von Gebäude- und Bauteilsockeln“. Materialien sowie Ausführungsformen für die Ausbildung von Fassadensockeln und Anschlussmöglichkeiten an Bestandsfassaden bzw. an Bauwerksabdichtungen und Außenanlagen beschrieben. Erläutert werden die Instandsetzungsziele und darauf hingewiesen, welche Voruntersuchungen zur Ausarbeitung des Instandsetzungs-konzepts erforderlich werden können. Eingegangen wird auf die Beanspruchung, denen Gebäude- und Bauteilsockel ausgesetzt sind, und aufgezeigt, welche Möglich-keiten bestehen, diese für die gegebenen Beanspruchungen zu ertüchtigen.

Das Merkblatt wird Ende 2017 als „Gelbdruck“ erscheinen.

Arbeitsgruppe 4.10 „Injektionsverfahren mit zertifizierten Injektionsstoffen gegen kapillaren Feuchtetransport“

Die Arbeitsgruppe 4.10 „„Injektionsverfahren mit zertifizierten Injektionsstoffen gegen kapillaren Feuchtetransport““ unter der Leitung von Dr.-Ing. Detlef Honsinger ruht zurzeit.
Status und Inhalt des Merkblatts
Das WTA-Merkblatt 4-10 wurde im Jahr 2016 im „Blaudruck“ veröffentlicht. Es ersetzt das Merkblatt 4-4-04/D.

Dieses WTA-Merkblatt befasst sich mit der Mauerwerksinjektion zur nachträglichen Reduzierung kapillar aufsteigender Feuchtigkeit. Der Erfolg wird im Wesentlichen durch die richtige Planung und die sorgfältige Ausführung mit WTA-zertifizierten Injektionsstoffen bestimmt. Es werden die Wirkprinzipien und die Verarbeitungs-bedingungen der jeweiligen Injektionsstoffe erläutert. Planern und Verarbeitern soll die Möglichkeit gegeben werden, marktübliche Injektionsstoffe gegen kapillare Mauerfeuchtigkeit bezüglich ihrer Eigenschaften und speziellen Anwendung zu beurteilen. Das Merkblatt enthält die Prüfkriterien zur Beurteilung der Wirksamkeit der einzelnen Injektionsstoffe sowie deren Anwendungsgrenzen. Des Weiteren werden die erforderlichen flankierenden Maßnahmen und die Qualitätskontrolle für die Injektionsverfahren beschrieben.

Arbeitsgruppe 4.11 „Messung der Feuchte bei minerlischen Baustoffen“

Die Arbeitsgruppe 4.11 „Messung der Feuchte bei minerlischen Baustoffen“ unter der Leitung von Dr.-Ing. Uwe Schürger ruht zurzeit.
Status und Inhalt des Merkblatts
Die erste Überarbeitung des Merkblattes 4-11 wurde im April 2016 im „Blaudruck“ veröffentlicht.

Das WTA-Merkblatt "Messung des Wassergehalts bzw. der Feuchte von minerali-schen Baustoffen" beschreibt die Definitionen der Feuchtekennwerte der Baustoffe. Es erläutert verschiedene Messverfahren und beschreibt deren jeweiligen Eigen-arten. Es geht auch auf die Grundsätze der Probenentnahme ein. Es stellt die soge-nannten "direkten Messverfahren" zur quantitativen Bestimmung des Wassergehal-tes nämlich das Darr-Verfahren und das CM-Verfahren, vor. Außerdem wird das hygrometrische Verfahren dargestellt, mit welchem die Ausgleichsfeuchte von Baustoffen direkt, d. h. ohne die explizite Bestimmung des Wassergehalts des Baustoffs, bestimmt werden kann.

Arbeitsgruppe 4.12 „Ziele und Kontrolle von Schimmelpilzschadensanierungen in Innenräumen"

Die Arbeitsgruppe 4.12 „Ziele und Kontrolle von Schimmelpilzschadensanierungen in Innenräumen" unter der Leitung von Dipl.-Ing. Norbert Becker ruht zurzeit.
Status und Inhalt des Merkblatts

DAs Merkblattes 4-12 wurde nach einer umfangreichen Einspruchssitzung im Februar 2017 im „Blaudruck“ veröffentlicht.

Unter der Federführung des Umweltbundesamtes (UBA) wurde in einer Zusammen-kunft von beteiligten Institutionen und Verbänden vereinbart, dass mehrere sich ergänzende Merkblätter zur Schimmelpilzproblematik in Gebäuden erarbeitet wer-den. Die WTA hat in diesem Zusammenhang die Beschreibung der Sanierungsziele und der Kontrolle übernommen. Das heißt, dass dieses Merkblatt ausschließlich das zu vereinbarende Sanierungsziel und die Sanierungskontrolle, vor, während und nach einer handwerklichen Bearbeitung von Schimmelpilzschäden in Gebäuden be-schreibt. Grundsätzlich ist bei einem Schimmelpilzschaden auch von einem Vorkom-men von Bakterien auszugehen. Diese können in Gebäuden ein hygienisches Pro-blem darstellen, die in diesem Merkblatt keine Berücksichtigung finden. Fäkalschä-den bleiben in diesem Merkblatt ebenfalls unberücksichtigt.