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Veranstaltungen

WTA-D-Sachverständigentag

 

Der WTA-D-Sachverständigentag in Weimar hat sich als regelmäßige Veranstaltung der WTA-D etabliert. Er findet jeweils in den ungeraden Jahren statt.

In den geraden Jahren wird jeweils ein Kongress mit der VdL (Vereinigung der Landesdenkmalpfleger), AK Bautechnik im Rahmen der Denkmal-Messe in Leipzig veranstaltet.

7. Sachverständigentag 2017

Sanieren nach Norm –
Sanierung als Regelfall?

 

Modernes Bauen wäre ohne Normen nicht vorstellbar, zu wichtig ist ein unabhängiger Standard, der zu einer Vergleichbarkeit führt. Unterschiedliche Gewerke und damit ver-bunden verschiedene Begrifflichkeiten benötigen eine gemeinsame Sprache. Somit hat sich die nationale, aber auch die internationale Normung zu einer bedeutenden Grundlage im Bauwesen entwickelt.

 

Ein Bestandteil aktueller Normung ist, dass sie sich überwiegend auf neue Gebäude be-zieht. Gleichzeitig müssen immer mehr und verschiedene Gewerke sowie die Anwendung komplexerer Bausysteme berücksichtigt werden, was insgesamt zu einer deutlichen Erhö-hung der Regelungsdichte geführt hat.

 

Auch bei der Sanierung spielt Normung eine Rolle: Einerseits wird oftmals die zum Errich-tungszeitpunkt des Gebäudes gültige Normfassung benötigt, um beispielsweise den damaligen Standard zu ermitteln. Andererseits müssen ggf. auch aktuelle Normen auf die Sanierung von Bestandsgebäuden angewendet werden wie zum Beispiel die Dokumente vom CEN/TC 346 »Erhaltung des kulturellen Erbes« bei historisch wertvoller und besonders erhaltenswerter Bausubstanz. Dies führt oftmals zu nicht lösbaren Konflikten, da die jeweilige Ausgangsbasis zwischen Altbau und »neuer« Norm nicht vergleichbar ist.

 

In diesem Spannungsfeld stehen Planer, Bauüberwacher und Ausführende gemeinsam mit privaten und öffentlichen Bauherren bei der Durchführung einer Sanierung. Der 7. Sachverständigentag der WTA-D hat dieses Spannungsfeld näher beleuchtet und zum Dialog und zur Diskussion eingeladen. Neben den juristischen Knackpunkten wurden Aufgabenstellungen des Holz- und Bautenschutzes, Aspekte der energetischen Sanierung, Fragen der Betoninstandsetzung und zu bauphysikalischen Anforderungen des Schall- und Brandschutzes von namhaften Experten betrachtet.

 

Begleitet wurde die Tagung erneut von einer hochwertigen Fachausstellung zum Veranstaltungsthema; die Ausstellungsfläche im Foyer der Weimarhalle war wieder zu fast 100 % belegt. So konnten die Besucher der Veranstaltung Theorie und Praxisverbinden.

Fachbeiträge zum 7. Sachverständigentag

 

Bauwerksabdichtung – Neues aus den Regelwerken
Dipl.-Ing. Jürgen Weber, Bürogemeinschaft für Bausachverständige, Leipzig
Vortrag

 

Normgerechte Pilz- und Insektenbekämpfung mit vielen Variationen: DIN 68800 Teil 4 mit ihren Öffnungsklauseln
Dipl.-Ing. Ekkehard Flohr, Ingenieurbüro Ekkehard Flohr GmbH, Dessau-Roßlau
Vortrag

 

Neue Anforderungen durch KfW GEG!? Was Energieberater für Baudenkmale wissen müssen
Dipl.-Ing. Paul Wirtz, WTA GmbH / Zertifizierungsstelle der WTA e.V., Berlin
Vortrag

 

Wärmebrücken im Bestand: Anspruch und Realität
Dipl.-Ing. Frank Eßmann, tha Ingenieurbüro, Mölln
Vortrag

 

Beurteilung nach neuer DIN 4109: Schallschutz beim Dachausbau
Dr.-Ing. Anatol Worch, Construction Products Central Europe c/o SAINT-GOBAIN ISOVER G+H AG, Ladenburg
Dipl.-Ing. Torsten Westphal, Akustik- Ingenieurbüro Moll GmbH, Berlin
Vortrag

 

Mangelhaftung beim Sanieren im Bestand – Probleme und Strategien
Dietrich Weder, VorsRi am LG München I, Eresing
Vortrag

 

Regelwerke in der Betoninstandsetzung und Denkmalpflege – ein Widerspruch?
Prof. Dr.-Ing. Rolf Gieler, Ingenieur- und Sachverständigenbüro, Fulda
Vortrag

 

Brandschutz nach DIN 18009 und doch außerhalb der »Norm«?
Prof Dr.-Ing. Gerd Geburtig, Planungsgruppe Geburtig, Weimar
Vortrag

6. Sachverständigentag 2015

Sanieren außerhalb der Normen
Sanierung als Ausnahmezustand?

 

Bauen in Europa, insbesondere in Deutschland, ist stark von Richtlinien und Regel-werken geprägt. Sobald Unsicherheiten in der Beurteilung, Schwierigkeiten in der Umsetzung oder Haftungsrisiken drohen, scheint vielen mit der Begründung »Wir machen das nach Norm« das Problem gelöst. Dabei wird vielen Normen eine größere Bedeutung zugemessen als sie in Wirklichkeit besitzen.

 

Als eingeführte technische Baubestimmungen sind sie grundsätzlich zu beachten, bei neu zu errichtenden wie bei bestehenden Gebäuden. Manche Normen können jedoch bei Bestandsgebäuden nicht angewandt werden. Das stellt den Planer vor Probleme, da Gebäude saniert werden müssen, die weder der heute gültigen Normung entsprechen noch danach saniert werden können, aber weiter genutzt werden sollen. Statiker, Brandschützer, Denkmalpfleger u.a. kennen diese Herausforderung.

 

Dies macht deutlich, in welchem Zwiespalt der Bauschaffende beim Bauen im Bestand steckt. Kann eine aktuelle Norm auf den speziellen Einzelfall angewendet werden? Werden die grundlegenden Anforderungen vom Bestandsgebäude erfüllt? Welche Möglichkeiten bestehen, wenn eine Norm nicht anwendbar ist?

 

Der 6. Sachverständigentag der WTA-D am 26.11.2015 in Weimar war ein gelunge-ner Versuch, dieses Spannungsfeld näher zu beleuchten. Neben den rechtlichen Aspekten wurden in der von den bisherigen Sachverständigentagen bekannten Art und Weise zahlreiche Praxisbeispiele betrachtet. Hybrid-/Reaktiv-/Multifunktionale Bauwerksabdichtungen sind nicht geregelt, haben sich jedoch in der Praxis bewährt. Für Materialien nach Objektanforderungen wie Mörtel an denkmalgeschützten Bauwerken müssen Inhaltsstoffe nach Norm angepasst werden. Die Ermittlung der Mauerwerksgüte von Bestandsmauerwerk basiert oft auf ungeregelten Möglich-keiten.

 

Konkrete Objektbetrachtungen halfen, den Blick auf die Problematik zu erweitern. Die Sanierungsgeschichte des Sommerhauses von Albert Einstein in Caputh – außer-halb der Norm 1929 gebaut und außerhalb der Norm 2004 saniert – wurden anhand der Beobachtungen nach 86 bzw. 11 Jahren erläutert. Für viele Teilnehmer einzig-artig und spannend war der Insider-Praxisbericht zum »Tatort« Frauenkirche. Und schließlich hilft manchmal auch der Blick »über den Tellerrand«, wie ein Beispiel der Nachbarn in der Schweiz im Umgang mit Regelwerken bei der Schimmelpilz-bekämpfung und -beseitigung zeigte.

 

Begleitet wurde die Tagung erneut von einer hochwertigen Fachausstellung zum Veranstaltungsthema; die Ausstellungsfläche im Foyer der Weimarhalle war zu fast 100 % belegt. So konnten die mehr als 150 Besucher der Veranstaltung Theorie und Praxis an einem Tag unter einen Hut bringen.

 

Sämtliche Beiträge zum 6. Sachverständigentag der WTA-D sowie weitere, ergänzen-de Berichte zu den betrachteten Themenschwerpunkten wurden im Frühjahr 2016 in Buchform beim Medienpartner der WTA – dem Fraunhofer IRB – veröffentlicht (ISBN-13: 978-3-8167-9562-9, 236 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen und Tabellen).

5. Sachverständigentag 2013

2013 war ein ungerades Jahr, so dass in der Woche vor dem ersten Advent traditionsgemäß der Sachverständigentag der deutschen regionalen Gruppe stattfand. Mittlerweile zum 5. Mal trafen sich nunmehr über 150 Bauschaffende in Weimar. Über das Thema "Es muss nicht immer Wasser sein - Der richtige Umgang mit Feuchtigkeitsbelastungen aus Diffusion, Kondensation oder Konvektion" referierten namhafte Vertreter ihrer Fachgebiete: Herr Eicke-Hennig, Herr Dr. Scheffler, Herr Arnold, Herr Walther, Herr Liebheit, Herr Sprengard sowie Herr Weber. Insgesamt wurde die Feuchtigkeit in unterschiedlichsten Aspekten erläutert und rege diskutiert.

4. Sachverständigentag 2011

Der vierte WTA-D-Sachverständigentag fand auf Grund der Denkmalmesse Leipzig und den mit diesem Ereignis zusammenhängenden Veranstaltungen auch der WTA-D am 24. November wiederum in Weimar statt. Das Bauen im Bestand und im Falle von Sanierungen steht als erster Schritt eine Erfassung und Analyse des Bestandsgebäudes im Vordergrund. Häufig muss hier bei der Erfassung bestimmter Größen auf Messungen zurückgegriffen werden. Daher stand der 4. SV-Tag der WTA-D unter dem Thema "Messtechnik - Der Weisheit letzter Schluss? - Sinnvoller Einsatz von Messtechnik im Bestand".

3. Sachverständigentag 2009

Der dritte WTA-D-Sachverständigentag 2009 fand am 26. November in Weimar statt. Thema war diesmal die Innendämmung mit all ihren Vor- und Nachteilen in der Bauwerkssanierung und der Denkmalpflege.

2. Sachverständigentag 2008

Der 2. Sachverständigentag fand am 27. November 2008 im Reitsaal im Weltkulturerbe "Ilmpark" in Weimar statt. Thematisch wurde die Sanierung und Instandsetzung der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek von Planern, Gutachtern und Ausführenden aus vielen Blickwinkeln vorgestellt und diskutiert. Anschließend konnten die Teilnehmer die Bibliothek und das Schloss Weimar in Augenschein nehmen

1. Sachverständigentag 2007

Der 1. WTA-D-Sachverständigentag 2007 fand im Anschluss an die erste Mitgliederversammlung der WTA-D in Weimar statt. Thema war die energetische Sanierung im Bestand.

Vortragsreihe im Rahmen der "denkmal"

Im Wechsel mit dem Sachverständigentag veranstaltet die WTA-D in den geraden Jahren einen Kongress mit der VdL (Vereinigung der Landesdenkmalpfleger), AK Bautechnik im Rahmen der Denkmal-Messe in Leipzig.

Vortragsreihe 2016

„Nach oben ist immer noch Luft? – Dachausbau im Kulturdenkmal"

In vielen historischen Wohngebäuden war der Raum über der obersten Geschoss-decke nicht zu Aufenthaltszwecken ausgebaut. Dachräume dienten trotz ihres oft beeindruckenden Volumens nur als Lager und waren zum Trocknen geeignet. Der Ausbau von Dachräumen blieb Ausnahme z.B. für die Unterbringung von Dienst-personal. Die möglichst unveränderte Erhaltung der in den Dächern von Baudenk-malen enthaltenen historischen Informationen und Gestaltungen bleibt wichtiges denkmalpflegerisches Anliegen. Doch lässt sich dieses Ideal in Zeiten von Woh-nungsnot in dicht besiedelten Regionen und hohem Kostendruck bei der Sanierung eines Baudenkmals immer weniger realisieren.

 

Der gemeinsam von der WTA-Deutschland und der Arbeitsgruppe Bautechnik der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VDL) sowie dem Fraunhofer IRB veran-staltete eintägige Kongress beschäftigt sich daher mit der Herangehensweise an eine denkmalverträgliche Planung von Dachausbauten für erhaltenswerte histo-rische Gebäude.

 

Wie kommen Eigentümer und Planer zu einer nachhaltigen Entscheidung, ob sich der Ausbau eines Dachraums im Denkmal unter Berücksichtigung aller damit ver-bundenen Eingriffe lohnt? Die mit dem Dachausbau aufgeworfenen Fragen betreffen das Planungsrecht und konstruktive Details, die es zu lösen gilt. Sie reichen von bauphysikalischen Problemen und Komfortansprüchen bis zu Erfordernissen des Brandschutzes, der Barrierefreiheit und der Belichtung. Vertreter verschiedener Fach-disziplinen werden Probleme und Lösungen zum Thema Dachausbau im Baudenk-mal vorstellen.

 

Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiter von Bau- und Denkmalbehörden, Archi-tekten und Ingenieure sowie an Hauseigentümer und Studierende.

Die Beiträge können auf der Seite des IRB heruntergeladen werden.